Großkmehlener Schloss-Nachrichten – Mai 2015 (Nr. 13)

Der Eingang – die Visitenkarte des Hauses

Kleiner Rückblick:

Betritt man das Schloss über die westliche oder östliche Eingangshalle, fällt es sofort auf: Beide Eingangshallen ergeben seit dem Ende des letzten Jahres wieder ein geschlossenes und einladendes Bild.

Mit großem Aufwand wurden die Steinplatten der Fußböden aufgenommen, bearbeitet und an Fehlstellen repariert. Anschließend installierte man eine Fußbodenheizung und verlegte die Platten in exakt der gleichen Reihenfolge wieder.

Die Wände sind mit einheitlichen Anstrichen versehen, die allerdings als Übergangslösung zu betrachten sind.

Foto 01 EingangshalleÖstliche Eingangshalle, Januar 2015; Foto: Cornelia Borkert

Denn in beiden Eingangshallen haben die Restauratoren unter den vielen vorhandenen Farb- und Tapetenschichten ebenfalls zahlreiche und wertvolle sogenannte „Befunde" offengelegt, wie im übrigen Schloss auch.
In den letzten Monaten des vergangenen Jahres (2014) fanden nochmals tiefgreifendere Freilegungsarbeiten statt. In deren Verlauf hat das Restauratorenteam mehrere Wandgestaltungen aufgedeckt. Diese in den Wandflächen sichtbaren „Befundfenster" bieten den Besuchern Einblicke in den Gestaltungsreichtum der vergangenen Jahrhunderte. Die Restauratoren haben bisher drei Farbfassungen auf Papier soweit rekonstruiert, dass eine vollständige Übertragung an die Wände der Eingangshallen möglich wäre.

Bei der Beseitigung von Gipsplomben und anderen Fremdmaterialien an den Wänden gab es am Ostportal zwei maßgebliche Entdeckungen, die nicht nur Restauratorenherzen höher schlagen lassen. Zum einen hat man die ursprüngliche Mauerwerksöffnung gefunden, die als Lager für den Riegel des Osttores diente. Außerdem kamen die originalen Laufrollen für die Ketten der Zugbrücke auf der Ostseite zum Vorschein. Nun sind sowohl von außen, als auch von innen, links und rechts über der Tür zwei kleine Öffnungen sichtbar, durch welche die Ketten liefen. Wer näher herantritt, wird die hölzernen Laufrollen entdecken.

Foto 02 EingangsportalÖstliches Eingangsportal mit den beiden wiederentdeckten Holzrollen; Foto Clemens Borkert

Dokumentation und Spurensuche im Archiv

All diese erfreulichen und überaus spannenden Entdeckungen des Schlosses Großkmehlen wurden und werden genau dokumentiert. Eine Arbeit, die sehr aufwändig ist und im Moment für die Besucher eher im Verborgenen geschieht.
Neben der Dokumentation der Befunde im Schloss hat eine intensive Archivarbeit zur Bau- und Nutzungsgeschichte des Schlosses begonnen. Ziel der Recherchetätigkeit ist eine fundierte und möglichst vollständige Sammlung von Dokumenten und Fotos zur Großkmehlener Schlossgeschichte.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Restauratorenteam und der Großkmehlener Bürgermeister bitten dafür auch um Unterstützung durch die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Großkmehlen, des Amtes Ortrand und natürlich auch aus dem Umland.
Wer Fotos, Dokumente oder andere Informationen zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich zu melden bei:

Martina Dürrschmidt (Leitung der Restaurierungsarbeiten):
Tel.: 01 72 / 7 93 51 91 Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Amt Ortrand, Bürgerbüro:
Tel. 03 57 55 – 60 52 50 Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Text: Martin Fellmann und Cornelia Borkert

Veranstaltungstermine Mai/Juni:

Tag des offenen Ateliers im Schloss: 2. und 3. Mai 2015

Führungen im Schloss ab 14 Uhr und 16 Uhr Orgelkonzerte Kirche St. Georg:

24. Mai 2015: Matthias Eisenberg, Straupitz
14. Juni 2015: Armin Thalheim (Orgel) und Andreas Wenske (Oboe)
(Kaffeestube des Heimatvereins jeweils ab 13:30 Uhr)

Tag der Parks und Gärten: 31. Mai 2015

Genauere Informationen unter www.grosskmehlen.de
Termine zu Malkursen: siehe www.schloss-grosskmehlen.de

Die Sanierung des Schlossensembles Großkmehlen erfolgt durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie aus Mitteln der Förderung im ländlichen Raum aus dem Programm ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung). Die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz erhält ihre Mittel aus Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale.
Wir danken allen Spendern und Fördermittelgebern für ihre Unterstützung. (www.denkmalschutz.de)

Stiftung Denkmalschutz

Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstr. 1
53113 Bonn
Tel.: 0228 9091-0
Fax: 0228 9091-109
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www.denkmalschutz.de

Spendenkonto 305555500
Commerzbank Bonn BLZ38040007
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Großkmehlener Schloss-Nachrichten – März 2015 (Nr. 12)

Viel Schönes zum Jahresbeginn 2015

Kleiner Rückblick:

Dem erfreulichen Baufortschritt auf der Schlossbaustelle und dem Engagement vieler Ehrenamtlicher ist es zu verdanken, dass das Schlossensemble Großkmehlen im letzten Jahr seine Türen erstmals für zahlreiche Besucher aus Nah und Fern öffnete. Foto 01 1024x678Führung durch das Schlossensemble anlässlich der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung Foto: Clemens BorkertDer Anlass dafür war zudem ein bedeutender: Die Gemeinde Großkmehlen war mit ihren Führungen im Schloss und den Orgelkonzerten in der benachbarten Kirche St. Georg im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die Region feiert“ Gastgeberin der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung „Szenen einer Nachbarschaft: Wo Sachsen Preußen küsst“. Zu den Führungen und Konzerten konnten wir in unserer Gemeinde bei allen Terminen zahlreiche Besucherinnen und Besucher unter anderem aus der Berliner Gegend, aus Dresden und natürlich aus der nahen Umgebung begrüßen. Sie alle waren sehr interessiert und erfreut, dieses wiedererstehende Ensemble besichtigen zu können und dabei vieles über die Historie und die Arbeit der Bauleute und Restauratoren zu erfahren. Nicht zuletzt war die Kaffeestube des Heimatvereins ein beliebter Treffpunkt! 

Zu Beginn des neuen Jahres gibt es weitere erfreuliche Nachrichten aus dem Schloss zu berichten: Die Bauarbeiten im Erdgeschoss und Keller sind so vorangegangen, dass bereits zwei Mieter die ersten Räume im Schloss nutzen.

Ende 2014 feierte der Verein Biomasse Schraden e.V. seinen Einzug. Der Verein verlegte damit seinen Firmensitz von Großthiemig nach Großkmehlen. Die Mitarbeiter teilen sich derzeit ein Büro im Ostbau in einem der fertiggestellten Räume mit der inoffiziellen Bezeichnung „Kleiderkammer“. Der Verein befasst sich bereits seit einigen Jahren sehr erfolgreich mit Themen rund um die regionale Erzeugung und Verwertung von Energieholz und möchte dazu beitragen, Biomasseerzeuger und Nutzer besser zu vernetzen. Das Schlossensemble mit dem modernen Blockheizkraftwerk ist für die Arbeit des Vereins also geradezu ideal!

Gleich nebenan, im sogenannten „Gregory-Raum“ hat sich ein junger engagierter Personenkreis um die Restauratorin Martina Dürrschmidt eingemietet. Im Mittelpunkt ihres Wirkens steht die kulturelle Nutzbarmachung des Schlosses. Unter anderem gibt es bereits eine Kreativschule mit Schwerpunkt auf die Bildenden Künste, insbesondere Malerei und Grafik, aber auch Angewandte Künste und kulturelle Veranstaltungen. Bereits seit Anfang des Jahres finden verschiedene Kurse statt, die wachsenden Zuspruch erfahren. Alle, auch Einsteiger, sind eingeladen, „Intuitives Malen“ und „Bewegungsmeditation“ auszuprobieren oder die Grundlagen der Malerei und Grafik zu erlernen. Die wunderbar hergerichteten Räume inspirieren und laden ein, selbst kreativ zu werden! Foto 02 1024x684Der Gregory-Raum - Inspiration für Kunst Malerei und Musik
Foto: Cornelia Borkert

Bereits jetzt stehen Termine für Veranstaltungen, Konzerte und Führungen fest, bei denen man Kunst, Kultur und Architektur des Schlossensembles genießen kann. Nach dem Erfolg im letzten Jahr wird es ab Pfingsten eine Neuauflage der Schlossführungen in Kombination mit den Konzerten auf der Silbermannorgel geben. Malkurse und Diskussionsforen werden angeboten. Außerdem gibt es besondere Aktionen zum Tag des offenen Ateliers (2. und 3. Mai), zum Tag des offenen Denkmals mit dem Schloss- und Hopfenfest (13. September) und anlässlich der Rallye Elbflorenz Ende September.

Genauere Informationen in den kommenden Schloss-Nachrichten und immer aktuell unter www.grosskmehlen.de

aktuelle Veranstaltungstermine:

28. März 2015: Vortrag „Islam & Islamisierung“

5. April 2015 (Ostersonntag): Das Schloss öffnet seine Türen; Einladung zum Ostereiermalen nach sorbischem Brauch

7. - 11. April 2015: fünftägiges Kompaktseminar Engel- und Ikonenmalerei

18. April 2015: Tagesseminar Landschaftsmalerei

2. und 3. Mai 2015: Tag des offenen Ateliers
                             (Kontakt: Martina Dürrschmidt (Tel.: 01 72 / 7 93 51 91), Martin Fellmann (Tel. 01 76 / 38 05 87 33)

Text: Cornelia Borkert

Die Sanierung des Schlossensembles Großkmehlen erfolgt durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie aus Mitteln der Förderung im ländlichen Raum aus dem Programm ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung). Die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz erhält ihre Mittel aus Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale.

Wir danken allen Spendern und Fördermittelgebern für ihre Unterstützung. (www.denkmalschutz.de)

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Großkmehlener Schloss-Nachrichten – Mai 2014

Erste Blicke auf verborgene Schätze

In wenigen Wochen wird es möglich sein, dass sich im Schloss Großkmehlen zu besonderen Anlässen die Türen öffnen. Besucher können dann bei Führungen einen Eindruck von den aufwändigen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten der letzten beiden Jahre bekommen und einen ersten Blick auf die bisher verborgenen und in alter Pracht wiedererstanden Schätze vergangener Jahrhunderte werfen.

Das Schloss ist gegenwärtig nach wie vor eine große Baustelle, ein Abschluss der Bauarbeiten auch nicht absehbar.

Wenn man jedoch die östliche Brücke des Schlosszuganges betritt, fällt bei genauem Hinsehen auf, dass der Türstock des Eingangsportals gerichtet und alles vorbereitet ist, um das Eingangsportal zu verputzen. Steht man dann in der Osthalle, ist es unübersehbar, dass sich „die alte Dame“ fein macht für ihre Gäste. Die düstere, furchteinflößende und beklemmende Stimmung, die man früher beim Betreten des Schlosses verspürte, gehört der Vergangenheit an.

Östliche Eingangshalle April 2014Östliche Eingangshalle April 2014
(Foto: Clemens Borkert)

Der alte Sandsteinfußboden glänzt jetzt wie neu und ungewohnt! Die einzelnen Platten wurden in den letzten Monaten aufgenommen, nummeriert, gereinigt und teilweise ergänzten Steinmetze auch Fehlstellen in aufwändiger Arbeit. Eben und ohne Stolperstellen ist der Fußboden nun neu verlegt. Unter ihm befindet sich eine moderne Fußbodenheizung. Diese geht in Betrieb, wenn die gesamte Heiztechnik im Parterre (Erdgeschoss) und in den Kellerräumen installiert ist. Eine Fußbodenheizung bekommt in den nächsten Wochen auch die Westhalle. Die Wände der beiden Eingangshallen bleiben vorerst in ihrem jetzigen und für uns gewohnten Aussehen. Über die Art Ihrer Gestaltung wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

 

 

Zukünftige Besucher finden im Schloss auch moderne Toiletten, einen Aufzug und sicher begehbare Treppen vor. Die Arbeiten dafür laufen auf Hochtouren und werden von Firmen aus der Umgebung ausgeführt.

Alle fünf Räume im Parterre, die in dem derzeitigen Bauabschnitt saniert und restauriert werden und die man bald bei Führungen besichtigen darf, geben bereits jetzt ihre einstige Schönheit preis, zum Wiedereinbau in der Osthalle vorbereitete Sandsteinplatten April 2014zum Wiedereinbau in der Osthalle vorbereitete Sandsteinplatten, April 2014
(Foto: Clemens Borkert)
obwohl es überall noch vieles zu tun gibt.

Die Wände präsentieren sich mit ihrer wiedergewonnenen Farbigkeit – jeder Raum individuell. Die wunderschönen Ornamente der Stuckdecken sind von Farbe und Schmutz befreit und prächtig anzuschauen. Die Holzdielen der Fußböden hat man entweder aufgearbeitet und originalgetreu wieder eingebaut oder sie entstanden komplett neu. Zum Einsatz kam dabei Kiefernholz von stattlichen Bäumen aus Brandenburger Wäldern. Auch unter den Holzdielen befindet sich eine moderne und ganz spezielle Fußbodenheizung. Sie wird künftig die Räume ausreichend temperieren. Ergänzt wird die Fußbodenheizung in manchen Räumen mit 2,40 Meter hohen Heizsäulen, die für angenehme Wärme bei Veranstaltungen sorgen. Die Wärmeenergie liefert dabei das im Gutshof untergebrachte Blockheizkraftwerk.

Der Fußboden nimmt neben der Heizung weitere wichtige Leitungen auf. Dazu gehören Sicherheitstechnik, Strom- und Datenkabel. Diese Leitungen sind leicht erreichbar entlang der Wände verlegt. Der Verbraucher nutzt sie über sogenannte Stelen und Fußbodentanks. Die ehemaligen „Toilettentürme“ an der Südseite des Schlosses nehmen ganz praktisch die Vielzahl der Leitungen von einer zur anderen Etage auf.

alte Holzdielen - aufgearbeitet und neu verlegt April 2014alte Holzdielen - aufgearbeitet und neu verlegt, April 2014
(Foto: Clemens Borkert)

Nach Abschluss der in diesem Bauabschnitt vorgesehenen Arbeiten ist es möglich, dass im Schloss neben den geplanten Führungen im Rahmen der Ersten Brandenburgischen Landeausstellung erste Veranstaltungen stattfinden können (siehe untenstehende Informationen).

Bis es soweit ist, kann immer wieder ein Spaziergang durch den Schlosspark und auch rund um das Schloss empfohlen werden. Es gibt dabei stets Neues zu entdecken wie das gerade angebrachte Geländer an der Westbrücke oder die Arbeiten am Kirchturm in unmittelbarer Nachbarschaft. Beobachten kann man auch den Storch und Fische im Teich. Und der Blick vom Park auf das Schloss oder in die Landschaft ist bei jedem Besuch einfach immer wieder schön!

Text: Cornelia Borkert

Fotos: Clemens Borkert

 

Ein herzlicher Dank an die Architekten Herrn Heppert und Herrn Augustin für ihre umfassenden Informationen!

 

Die Sanierung des Schlossensembles Großkmehlen erfolgt durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie aus Mitteln der Förderung im ländlichen Raum aus dem Programm ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung). Die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz erhält ihre Mittel aus Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale.

Wir danken allen Spendern und Fördermittelgebern für ihre Unterstützung. (www.denkmalschutz.de)

 

Stiftung Denkmalschutz

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schlegelstr. 1

53113 Bonn

Tel.: 0228 9091-0 |Fax: 0228 9091-109
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www.denkmalschutz.de

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Region-feiert übersicht

 

Veranstaltungsort:

Gemeinde Großkmehlen
Dr.-Z.-von Lingenthal-Straße 1
01990 Großkmehlen

 

Informationen:

www.grosskmehlen.de

http://www.brandenburgische-landesausstellung.de/veranstaltungen.html

Die Veranstaltungen sind mit Ausnahme des Schloss- und Hopfenfestes kostenfrei. Wir bitten jedoch um Spenden zur Deckung des Aufwandes. Die Teilnehmerzahl für die Führungen ist begrenzt. Vorherige Anmeldung (auch für die Wanderung) wird empfohlen.

 

Anmeldungen zu den Führungen:

Amt Ortrand, Bürgerbüro

Telefon: (03 57 55) 60 52 50
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

Video zu den Restaurationsarbeiten am Schloß Großkmehlen auf Lauchhammer TV vom 05.08.2013

zum Beitrag auf: Lauchhammer TV: Artikel vom: 05.08.2013 

Quelle: Lauchhammer TV

Schlossnachrichten Großkmehlen, 4. Teil, April 2013

Einblick in die Arbeit der Restauratoren im Schloss 

Am 5. März 2013 gab die Restauratorin Martina Dürrschmidt einen Einblick in die Restaurierungsarbeiten. 

Begonnen haben die Arbeiten im Sommer 2012. Derzeit sind etwa 20 Leute aus Dresden, Meißen, Görlitz, Großräschen und Müllrose tätig, unter ihnen neun Restauratoren und zwei Historiker.März 2013 - Martina Dürrschmidt zeigt freigelegte Wandmalereien Foto C. Borkertweb

In allen Räumen erfolgt eine Bestandserhebung. Jeder Restaurator hat dabei „seinen“ Raum. Um der Vergangenheit der Schlossmauern auf die Spur zu kommen, sind sehr vielfältige Arbeiten notwendig. Mit dem Skalpell werden an den Wänden zum Beispiel die oberen, „jüngeren“ Farbschichten entfernt, um die ursprüngliche Farbgebung aus der Zeit von Renaissance, Rokoko oder Barock aufzuspüren. Ein Leimanstrich hilft, alte Farbschichten an den Stuckdecken zu entfernen. Aber auch später eingezogene Mauern, Zwischendecken und andere Einbauten werden entfernt. 

Die Ergebnisse all dieser aufwändigen und mühevollen Arbeiten werden genau dokumentiert und sind jetzt, nach etwa fünfmonatiger Tätigkeit der Restauratoren bereits sichtbar: 

Nach dem Freilegen der Stuckornamente an verschiedenen Decken ist deren Plastizität wieder ganz neu erlebbar. Die bisher von einer dicken weißen Farbschicht verdeckten Gravuren und farbigen Details treten in der weiß-hellgrauen ursprünglichen Farbgebung nun eindrucksvoll hervor.

Weiterlesen: Großkmehlener Schloss-Nachrichten – April 2013

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde!

Nachdem der Fortschritt der Sanierungsarbeiten im Schloss Großkmehlen es erlaubt, möchte ich zu den nächsten kulturellen Aktivitäten der Gemeinde einladen.

Plakatentwurf 2017

Da ist zunächst das nunmehr schon 18. Schloss-und Hopfenfest am 9. und 10. September, das wir unter der bewährten Regie des Heimatvereins anlässlich des Tages des offenen Denkmals im Schlossareal, Räumen im Schloss und in der Kirche feiern werden. Das Programm finden Sie anliegend.

Plakat Schlosskonzert 2017

Sehr freue ich mich, dass das Jugendorchester der Musikschule Fröhlich auch dieses Jahr bereit ist, am 30. September bei uns zu gastieren. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an das sehr gelungene Konzert in der östlichen Schlosshalle im letzten Jahr. Nachdem das Orchester unlängst von einer erfolgreichen Konzertreise von der Insel Sylt zurückkehrte, wird ein spezielles Programm für den Auftritt im Schloss erarbeitet. Angesichts der Tatsache, dass viele Mitglieder des Orchesters inzwischen berufsbedingt in entfernten Gegenden Deutschlands wohnen, ist das besonders zu schätzen. Sobald das Programm vorliegt, werde ich es Ihnen zur Kenntnis geben. Zunächst finden Sie anliegend nur das Plakat.

Die ausgezeichnete Akustik in unserem Hochzeitssaal hat dem langjährigen Soloposaunisten der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Kammermusiker Professor Manfred Zeumer besonders gefallen. Er bereitet deshalb gemeinsam mit dem Gitarristen Dr. Gerhard Ramlow einen weiteren Auftritt vor. Die Terminabstimmungen laufen. Wahrscheinlich wird das Konzert am zweiten Novemberwochenende stattfinden.

Schließlich darf ich schon heute auf unsere „Großkmehlener Schlossweihnacht“, die traditionell am Sonnabend vor dem ersten Advent stattfindet, hinweisen.

Großkmehlen, im August 2017

Gerd Müller-Hagen