Der Verkehr auf dem Oberweg wird im wesentlichen von uns selbst getragen; so haben wir es  in der Hand, durch Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen die Rennstrecke zu verhindern.

 

Wir sollten nicht die immer knapper werdenden Gemeindemittel für den Bau von Barrieren, die die Rücksichtslosigkeit eigener Bürger bremsen sollen, aufwenden müssen.

Nicht im Plan sind wir mit den Baumaßnahmen Am Hang. Sie werden, so wie es das Wetter und die versprochene Zufahrtsmöglichkeit für die Anwohner zulässt, fortgeführt.

Der Verkehr auf den Landesstraßen (Dorfstraße Frauwalde und Elsterwerdaer Straße bis zum Autobahnzubringer) nimmt immer mehr zu. Wir sind - nachdem sich die Hoffnung auf eine Umgehungsstraße als eine Illusion herausgestellt hatte - weiterhin mit dem Landesbetrieb für das Straßenwesen im Gespräch mit dem Ziel einer Verminderung der Belastung der Anwohner und einer Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Auch wenn der Sachstand insgesamt unbefriedigend ist, haben wir doch mit der Errichtung der Fußgängerampel, für die seit Jahrzehnten gekämpft wurde, einen wichtigen Teilerfolg geschafft, besonders für die Sicherheit unserer Kinder und für Bürger mit Gehbehinderung.

Ich bitte alle, die sich einen anderen Standort der Ampelanlage gewünscht hätten, anzuerkennen, dass der Landesbetrieb für das Straßenwesen hier eine Entscheidung unter Abwägung aller Gesichtspunkte der Verkehrssicherheit treffen musste. Ein paar Meter längerer Weg sollte im Interesse der besten Sicherheit. akzeptiert werden können.

Ausgehend vom Beschluss des Wasserverbandes, in nächster Zeit auch die Grundstücke am Sachsenweg, der Parkstraße und der Straße der Jugend an das Abwassernetz anzuschließen, wurde beschlossen, Synergien zu nutzen und in diesem Zuge unter Einsatz von Fördermitteln auch die entsprechenden Straßen zu renovieren. Die Förderanträge wurden Anfang des Jahres 2011 gestellt. Ebenso wurden für den schon längere Zeit diskutierten Radweg zwischen Groß- und Kleinkmehlen  Fördermittel beantragt.

Für diese Maßnahmen haben wir leider noch keine Zuwendungsbescheide erhalten; die Förderanträge wurden erneuert. Im weiterhin ausgeglichenen Haushalt 2012 unserer schuldenfreien Gemeinde sind die entsprechenden Eigenmittel berücksichtigt.

Die Nachricht über die Bewilligung der Förderprojekte für Schloss, Park und Gutshof mit einem Investitionsvolumen von fast sechs Millionen Euro ist ein großer Durchbruch für die Gemeinde und die Region.

Wir werden die dadurch entstandenen Chancen für die Gemeinde nutzen und uns aber auch darum bemühen, dass in die Nutzung des Schlossareals die ganze Region einbezogen wird.

Das Ensemble ist zu groß und zu bedeutend für unsere vergleichsweise kleine Gemeinde.

Wir unterstützen die Entwicklung des Ensembles zu einem kulturellen Schwerpunkt für das Schradenland und darüber hinaus.

In nächster Zukunft haben die Baumaßnahmen große Bedeutung als Chance für Aufträge an regionale Unternehmen.

Der Bauherr, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, wird die Aufträge unter www.vergabemarktplatz.brandenburg.de ausschreiben.

Im Jahre 2011 wurden für die Feuerwehr der Gemeinde zwei  wichtige Etappenziele erreicht.

Zum einen erfolgte die Übergabe des neuen Löschzuges und zum anderen wurde der Bau des neuen Gerätehauses im Gutshof zur Gewissheit.

Damit sind die wesentlichen Voraussetzungen für die im Jahre 2008 beschlossene Zusammenführung der Teilfeuerwehren zu einer Einheit geschaffen.

Ich hoffe dabei auf konstruktive und unvoreingenommene Zusammenarbeit; die Gemeinde wird weiterhin gern dabei helfen.

Mit dem Verkauf des Anwesens Dorfstraße 45 in Frauwalde haben wir dem Entwicklungsziel, die Gemeindeaktivitäten im Bereich Gutshof/Schloss zu konzentrieren, entsprochen.

Ich denke, dass die künftige Nutzung des Gebäudes  als Kleintierpraxis und für Wohnungen eine gute Lösung für Frauwalde ist.

Viele freiwillige Helfer haben uns auch im vergangenen Jahr ein ereignisreiches Dorfleben ermöglicht. Danke den vielen Mitwirkenden, dem Sportverein, den „Wilden Weibern“, dem Heimatverein, der Kirchgemeinde, der Diakonie, der Feuerwehr, dem Seniorenverein, der Schule und dem Kindergarten.

Ich danke den Gemeindevertretern und sachkundigen Bürgern für rege Mitarbeit und Diskussionen, den Mitarbeitern des Amtes Ortrand und allen Angestellten der Gemeinde, die mit ihrem Einsatz wieder wesentlich zum guten Ergebnis 2011 beitrugen.

Die Bilanz des letzten Jahres ist gut, wir sind auch gut gerüstet für das Jahr 2012.

Wir müssen aber schon heute berücksichtigen, dass sich die finanziellen Rahmenbedingungen verschlechtert haben und in den nächsten Jahren  weiter verschlechtern werden.

Es ist deshalb unerlässlich, schon jetzt Vorkehrungen dafür zu treffen, dass die Gemeinde auch langfristig  schuldenfrei bleibt.

Das kann nur gelingen, wenn wir kritischer als bisher freiwillige Leistungen der Gemeinde überprüfen, Einsparmöglichkeiten ausschöpfen und die Einnahmeseite  unter Berücksichtigung sozialer Belange stärken.

Ich wünsche Ihnen allen ein friedliches, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!

Gerd Müller-Hagen