Radweg zwischen Großkmehlen und Blochwitz eingeweiht 

Quelle: LausitzEcho vom Freitag, 05.10.2012
Radweg Blochwitz
misa

Oberspreewald-Lausitz. Am Tag der deutschen Einheit wurde der für den Rad- und Fußgängerverkehr wiederhergestellte Weg zwischen Großkmehlen und Blochwitz wieder offiziell freigegeben. Der Weg stellt die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Orten dar und hat eine lange Tradition. "bereits während der Auseinandersetzungen zwischen dem Hochstift Naumburg als Landsherr und dem Marktgrafen von Meißen als Naumburger Hochstiftsvogt zog kampflustig 1205 der Pfarrer von Lamperswalde durch Blochwitz hier über diesen Brennerpaß ein", so sagt es die Chronik. Während man auf brandenburgischer Seite seither auf einer Asphaltdecke rollte, war der sächsische Teil der rund 3,5 langen Verbindung eher etwas für Extremsportler.

Selbst der Landrat von Meißen schämte sich einst bei einer Besichtigung. Durch den Autobahnbau kam nun die ersehnte Lösung, da ein keine ILE-Förderung gab. Rund 300 Tonnen Fräsgut der Autobahn wurden nun aufgebracht und festgewalzt. Genau an der Grenze des im Volksmund genannten Brennerpasses, wurde eine Grenztafel vom Wolfgang Hoffmann ( Bürgermeister Lamperswalde), Jürgen Richter (stellv. BM Großkmehlen und kersten Sickert (Amtsdirektor) angebracht. Der Weg hat neben der Historie noch eine touristischen Bedeutung. Verbindet es nun wieder die Sachsen mit den Brandenburgern über ein Radwegenetz.